Fachbereich Mathematik Forschung Archiv Dynamische Geometrie-Systeme in der Hauptschule (Kittel)
Dynamische Geometrie-Systeme in der Hauptschule (Kittel)
Projektleitung:   Dr. Andreas Kittel
Betreuung:   Prof. Dr. Astrid Beckmann
 
Neue Medien halten rasant Einzug in die Schule und versprechen immer bessere Möglichkeiten des Lernens. Für den Mathematikunterricht empfehlen sich Dynamische Geometriesysteme, da sie entdeckende und problemorientierte Lernformen anregen können. Inzwischen gibt es viele entsprechende Aufgabenvorschläge, eine direkte Erprobung mit Schülerinnen und Schülern und speziell in der Hauptschule fand allerdings bisher kaum statt. Mit dem Projekt soll diese Lücke geschlossen werden, indem geklärt werden soll, ob und inwieweit die neuen Medien diese Versprechen halten und wie der Einsatz Dynamischer-Geometrie-Systeme zum besseren Verstehen von Geometrie beitragen kann. Untersuchungsschwerpunkt ist die Hauptschule.
 

Ein wesentlicher Unterschied der traditionellen Geometrie gegenüber den neueren Computersystemen ist der flexible Umgang mit Konstruktionen, die nach der Fertigstellung variiert werden können. In der traditionellen Geometrie gelten Lehrsätze für beliebige Dreiecke, zum Beispiel der Schnittpunkt der Seitenhalbierenden. Im Gegensatz dazu steht eine Zeichnung, in der nur durch ein einziges Beispiel dieser allgemeine Sachverhalt visualisiert werden soll. In Dynamischen-Geometrie-Systemen stellt diese Zeichnung kein statisches Bild dar, sondern eine Klasse von Zeichnungen und damit eine Figur. Durch die Dynamik können Schüler aus einem konstruierten Spezialfall jeden allgemeingültigen Fall herstellen und somit durch Entdeckungen selbst Sätze aus der Geometrie verifizieren.


Screenshot: DynaGeo